Schwächephasen schaffen oft bessere Einstiegspunkte als „perfekte“ Kurse. Genau dieses Muster spiegelt sich in vier Investments aus dem März wider: Microsoft als klassische Value- und Qualitätschance, S&P Global als operativ starkes Qualitätsunternehmen mit attraktiver Bewertung, ein ARK Private-Ansatz als Türöffner in frühe Tech-Phasen, sowie ein weiterer Bitcoin-Kauf als Konter auf schlechte Nachrichtenlage. Dabei geht es nicht um blinde Trades, sondern um eine wiederkehrende Logik: Bewertung und Fundamentaldaten prüfen, Chancen-Risiko-Verhältnis abwägen und bewusst dort nachlegen, wo Marktstimmung temporär übertreibt.
Grundidee hinter den Käufen: In Schwäche aktiv werden
Die gemeinsamen Nenner aus dem März waren:
- Timing über „Ungleichgewicht“: Nicht warten, bis alles perfekt wirkt, sondern nutzen, wenn Kurse und Bewertungskennzahlen nicht mehr zur langfristigen Story passen.
- Fundamentale Plausibilität: Wachstum, Margen, Free Cashflow und Marktposition sollen die These tragen.
- Risiken aktiv benennen: Regulatorik, Wettbewerbsdruck, Makro und Finanzierungslage werden nicht ignoriert.
1) Microsoft: Nachkauf wegen Bewertungstief bei weiter hoher Wachstumsfantasie
Der größte Zukauf im März galt Microsoft. Die Intention war klar: eine Schwächephase nutzen, die so lange nicht mehr in dieser Form aufgetreten sei. Entscheidender Punkt: Microsoft war nicht nur beim Kurs sichtbar zurückgekommen, sondern auch bei Bewertungskennzahlen.
Warum die Bewertung plötzlich „passt“
Genannt wurden unter anderem ein Forward KGV um 23 und ein EV-EBIT von knapp 21. Diese Werte werden als niedrigste seit dem letzten Bärenmarkt beschrieben. Gleichzeitig bleibt die operative Story stark:
- Wachstumserwartung: Revenue Forward bei knapp 16% pro Jahr für die nächsten zwei Jahre, EPS bei 18%.
- Cloud-Turbo: Azure zuletzt fast 40% Wachstum.
- Bundling-Mechanik: Neue M365-E7-Lizenzen als „neues Bundle“ mit Potenzial für Zusatzumsätze.
- AI-Agenda: „Agentic AI“ als nächster Wachstumstreiber.
Welche Risiken bleiben im Blick
Auch wenn die Bewertung lockt, werden die typischen Stolpersteine genannt:
- FTC-Antitrust-Ermittlung im Kontext starker Bundle-Politik und Cloud-Diensten. Das kann Folgen für Produktgestaltung und Monetarisierung haben.
- OpenAI-Thema: Hohe RPOs (im Sinne von geplanten Erträgen) stehen hohen CapEx-Ausgaben gegenüber. Die zentrale Frage lautet: Wie wird OpenAI langfristig finanziert und skaliert?
Warum das langfristig plausibel wirkt
Trotz der genannten Unsicherheiten wird Microsoft als seltene Gelegenheit beschrieben, die es in den letzten Jahren (bis hin zu rund eineinhalb Jahrzehnten) so nicht gegeben habe. Das erklärt auch die Strategie: Position aufbauen, gerade wenn „Stress“ im Software-Sektor und bei Tech-Bewertungen auftaucht.
2) ARK Private Innovation: Frühphasen-Exposure über reguliertes Growth Capital
Neben klassischen Aktien taucht im März eine alternative Logik auf: statt nur börsennotierter Large Caps werden frühe Tech-Chancen über ein Private-Equity-ähnliches Vehikel angesteuert.
Auslöser: SpaceX als bestätigtes Investment
Als konkreter Trigger wird der geplante Börsengang von SpaceX erwähnt. Angesprochen wurden ein erwarteter Erlös von 75 Milliarden US-Dollar und eine mögliche Bewertung des IPO um 1,75 Billionen US-Dollar. Da ein IPO für Privatanleger oft nur schwer direkt investierbar ist, wird der Ansatz über ein Produkt umgesetzt, das bereits frühe Beteiligungen hält.
Wie das Produkt aufgebaut ist (vereinfacht)
Genannt wird ein Produkt im ARK-Umfeld, konkret:
- Regulatorisch europäisch als Growth Capital-Produkt
- Fokus auf Technologieunternehmen
- Aufteilung: etwa 80% in nicht börsennotierten Firmen und rund 8% des Produkts für den thematischen Bereich (im Kontext der Darstellung)
- 5 Hauptkategorien: KI, Robotik, Energiespeicher, Genomik, öffentliche Blockchains
Warum das als Diversifikation gesehen wird
Der Mehrwert liegt in einer strukturellen Diversifikation: weg von reinem Börsenkursrisiko, hin zu technologischen Frühphasen, die an der Börse häufig schwer oder nur indirekt erreichbar sind. Als Beispielbeteiligungen werden unter anderem OpenAI, XAI, Anthropic, Epic Games, Revolut und Epic bzw. weitere Tech-Firmen genannt. Entscheidend ist dabei weniger das einzelne Unternehmen als die Portfolio-Logik.
3) S&P Global: Bewertung zurück auf Niveaus, die es lange nicht gab
Der zweite große Nachkauf nach Microsoft betrifft S&P Global. Der Titel befand sich laut Darstellung in einem Abwärtstrend, ausgelöst durch enttäuschte Aussichten für 2026. Doch die Bewertung fiel so stark, dass das Chance-Risiko-Profil attraktiver wurde.
Bewertung und Free Cashflow als Argument
Genannt wurden unter anderem:
- Forward KGV: in den letzten fünf Jahren „noch nie“ in dieser Form
- Auch im letzten Bärenmarkt sei das Forward KGV von 23% nicht unterschritten worden
- Free Cashflow Rendite über 4% als bemerkenswerter Zustand
- EV-EBIT und aktuelles KGV auf Niveaus, die mit dem letzten Bärenmarkt verglichen werden
Operative Treiber
Die Story wird über mehrere Faktoren begründet:
- Abspaltung der Mobility-Sparte als Fokus-Schärfung, da Mobility als vergleichsweise weniger attraktiv beschrieben wird.
- KI-Integration zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung, mit dem Ziel besserer Margen.
- Synergien aus der IHS-Market-Übernahme: positive Entwicklung von Bruttomarge, operativer Marge und Free-Cashflow-Marge.
Risiken: Prognose-Enttäuschung und Zinssensitivität
Als klare Problemstelle wird die entschiedene Gewinnprognose genannt. Gleichzeitig wird relativiert: Es sei nicht „extrem schlecht“, sondern eher am unteren Ende der Guidance geblieben.
Zusätzlich wichtig:
- Zinssensitivität im makroökonomischen Umfeld (Iran, Ukraine und die Frage Zinspfad).
- Wettbewerbsdruck durch neue KI-Anwendungen: Es gilt, die Rolle als Standardsetzer bei Ratings zu verteidigen. Eine Ablösung durch KI wird zwar nicht als wahrscheinlich dargestellt, aber der Druck bleibt.
4) Bitcoin: Weitere Aufstockung in einer Phase massiver negativer Schlagzeilen
Der vierte und letzte Kauf betrifft Bitcoin. Hier wird weniger mit „perfekten News“ gearbeitet, sondern mit der typischen Dynamik: In Tiefs dominieren schlechte Meldungen, bei Erholung wollen plötzlich alle wieder rein.
Warum die Nachrichtenlage diesmal besonders düster war
Genannt werden mehrere Belastungsfaktoren:
- Schwerster Crash seit FTX (als Einordnung)
- Mining Difficulty um mehr als 11% gefallen
- MicroStrategy mit wiederkehrenden Problemen und Milliardenverlustrückmeldungen
- China verschärft Kryptoverbot weiter
- Iran-Thema: geopolitische Risikofaktoren, die sich laut Darstellung verstärkend ausgewirkt haben
Gleichzeitig: Hinweise auf eine Gegenbewegung
Wichtig ist die zweite Seite der Medaille: Es gab auch „gute Nachrichten“, unter anderem:
- Bitcoin-ETFs mit Trendwende
- Massive Zuflüsse, genannt werden über 330 Millionen
- Goldman Sachs baut Position aus
- Neue OKX-Card als Kryptokartenlösung, die Krypto alltagstauglicher machen soll
Strategie-Hinweis: Langfristig geplant, Nebenwerte bleiben auf dem Radar
Bitcoin wird als langfristiges Investment beschrieben. Gleichzeitig werden geplante bzw. potenzielle nächste Schritte bei anderen Kurszielen angesprochen:
- Mercado Libre und Visa gelten als weit vorn in der Einkaufsliste, doch die Charts werden als „fallendes Messer“ interpretiert. Deshalb wird der Moment für Nachkäufe eher abgewartet.
- Bei Mercado Libre: weitere Quartalszahlen und ob Wachstum nach den angekündigten Investitionen geliefert wird.
- Bei Visa: Abwarten der Entwicklung bei möglichen Deckelungen der Kreditkartenzinsen in den USA.
cryptocurency, zitate: Kleine Merksätze aus der Investment-Logik
Damit aus „Nachkaufen“ keine Bauchentscheidung wird, helfen solche Denkanker. Das sind sinngemäße cryptocurency, zitate-Prinzipien aus der gezeigten Herangehensweise:
- Wenn das Fundament noch stark ist, darf die Bewertung kurzzeitig leiden.
- Risiken werden nicht ignoriert, sondern in die These eingepreist.
- Schwächephasen sind keine Garantie, aber sie erhöhen die Chance auf ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis.
Pragmatisches Vorgehen für Nachkäufe: So lässt sich die Methode übertragen
Wer die Logik in die eigene Strategie übersetzen möchte, kann sich an diesem Mini-Check orientieren:
- Bewertung prüfen: Forward-Metriken und EV-EBIT als Orientierung, nicht als alleinige Wahrheit.
- Wachstum und Cashflows abklären: Revenue- und EPS-Fantasie plus Free Cashflow Qualität.
- Event-Risiken identifizieren: Regulatorik, Kartellfragen, Prognose-Lücken, Zinseinfluss.
- Zeithorizont festlegen: Long-only oder stufenweise nachziehen, abhängig von Volatilität.
- Positionierung diversifizieren: Optional über alternative Vehikel (z.B. Private-Ansätze), wenn sie zur Risikostruktur passen.
Fazit: Vier Käufe, ein Muster
Die vier März-Investments folgen keiner reinen Trendjagd. Sie verbinden Bewertungskompression mit langfristiger Qualitäts- oder Innovationsstory:
- Microsoft: Schwäche für einen langfristig wachsenden Qualitätswert.
- ARK Private Innovation: Zugang zu frühen Tech-Positionen statt nur börsennotierte Standard-Exposures.
- S&P Global: Operative Stärke plus Bewertung auf ungewöhnlich niedrigem Forward-Niveau.
- Bitcoin: Weitere Aufstockung trotz negativer News, aber mit Blick auf potenzielle Gegenbewegungen und klaren Langfrist-Horizont.
Hinweis: Investieren ist mit Risiken verbunden. Diese Darstellung dient ausschließlich der Information und stellt keine individuelle Anlageberatung dar.
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